01/12/2009

Bewerbung


Hiermit bewerbe ich mich offiziell um den hoffentlich gut dotierten Posten des HessenHenkers! Wer mir diese Stelle nicht gönnt, muß ein Verfassungsfeind sein! Gewissensbisse hab ich keine: Wenn ich's nicht mache, macht's ein anderer. Am Ende noch ein 1-Euro-Jobber!

Wenn die Amerikaner wieder in Hessen einmarschieren, ob dann auch Roland Koch aus seinem Loch gezogen wird? Nachher wollen sie ihn aufhängen als Saddam Hessein, und es ist kein Henker da. Nur weil den Job keiner will von denen Faulpelzen! Ich melde mich deshalb schon mal! Ich bin jung und brauch das Geld!

Wenn dann das Beil fällt, heißt es: ohne Koch geht’s och! Nur ohne Henker geht es nicht, denn die hessische Verfassung kennt die Todesstrafe. Wenn da die Todesstrafe drin steht, muß auch ein gutbezahlter Arbeitsplatz für mich als verfassungstreuen Bürger drin sein. Wie bitte, solange Hessen noch zu Deutschland gehört, wird die Todesstrafe vorerst nicht verhängt, weil es gegen das deutsche Grundgesetz verstößt? Macht nichts, liebe Hessen, ich bin doch laut Gesundheitsreform sowieso unheilbar krank: Und da paßt das gut, daß der Henker in Hessen erstmal keinen hängen darf. Aus gesundheitlichen Gründen.

Das müssen Sie so sehen wie die Sache mit den Heizern. Den Heizern auf britischen Loks, nachdem die Dampfloks stillgelegt wurden und nur noch E-Loks fuhren. Da hat die Gewerkschaft erreicht, daß trotzdem die Arbeitsplätze der Heizer erhalten blieben. Und so saß neben dem Lokführer immer noch ein untätiger aber arbeitsplatzbesitzender Heizer. Oder ein lebensnäheres Beispiel: mein CDU-Abgeordneter! Der tut auch nichts bei vollem Gehalt. Das kann ich als Henker auch!

Obwohl ich ja erstmal Roland Koch nach einem Einmarsch der Amis nicht hängen dürfte, frag ich mich doch, was wohl seine letzten Worte wären? Bestimmt rufen bei seiner Hinrichtung – genau wie im hessischen Landtag - oder genau wie bei Saddam Hussein – wieder so ein paar Grüne ständig laut dazwischen. Dann kann Koch das letzte Wort haben: „Ist DAS die Ehre der Hessen?“ Aber davon gibt’s ja im hessischen Landtag nicht so viel wie bei Saddam im Hinrichtungskeller.